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Apfelcider selber machen – Rezept und Anleitung für zu Hause

Eigenen Apfelcider herzustellen ist eine genussvolle Möglichkeit, die Apfelernte zu verwerten. Mit Apfelsaft, Ciderhefe und der richtigen Ausrüstung verwandelst du den natürlichen Fruchtzucker in ein frisches, trockenes Getränk mit feinem Apfelaroma. Du kannst Saft aus eigenen Äpfeln verwenden oder mit fertigem, pasteurisiertem Apfelsaft beginnen.

Hier findest du ein vollständiges Apfelcider-Rezept für 20 Liter Apfelsaft, eine Einkaufsliste und Anleitungen zur Gärung, Abfüllung und Karbonisierung. Außerdem erklären wir, wie du den Alkoholgehalt abschätzt und worauf du achten solltest, wenn du deinen Cider lieber etwas süßer magst.

Ansatzgröße: 20 Liter Apfelsaft – nach dem Abziehen etwas weniger fertiger Cider
Geschmack: Trocken, frisch und fruchtig
Alkoholgehalt: Häufig etwa 5–7 %, abhängig vom Zuckergehalt des Saftes

Was ist Apfelcider?

Apfelcider ist ein Getränk, das durch die Vergärung von Apfelsaft entsteht. Die Hefe wandelt den Zucker im Saft in Alkohol und Kohlendioxid um. Während der Hauptgärung entweicht das Kohlendioxid durch den Gärspund. Möchtest du Kohlensäure im fertigen Cider, kannst du anschließend eine genau abgemessene Zuckermenge in druckfesten Flaschen vergären lassen.

Selbst gemachter Apfelcider wird normalerweise trockener als viele süße Ciderprodukte aus dem Handel. Wenn der Zucker vergoren ist, treten die Säure und die anderen Geschmacksstoffe der Äpfel deutlicher hervor. Deshalb ist die Wahl des Saftes mindestens genauso wichtig wie die Wahl der Hefe.

Mehr zu den Grundlagen erfährst du auch in unserer Einführung in Cider und seine Herstellung.

Selbst gemachter Apfelcider in Gläsern mit frischen Äpfeln auf einem Holztisch

Welche Äpfel und welcher Saft eignen sich für Cider?

Mische gerne verschiedene Apfelsorten

Süße Äpfel liefern Zucker und Fruchtigkeit, während säuerliche Sorten für Frische sorgen. Gerbstoffreichere Äpfel können dem Cider Struktur und eine leicht herbe Note geben. Eine Mischung verschiedener Sorten ist deshalb häufig ein guter Ausgangspunkt.

  • Verwende reife, gesunde Äpfel.
  • Sortiere schimmelige und faule Früchte vollständig aus.
  • Wasche die Äpfel und reinige die Ausrüstung vor dem Pressen.
  • Zerkleinere oder zermahle die Äpfel vor dem Pressen.
  • Miss die Menge des gewonnenen Saftes – die Ausbeute hängt von Apfelsorte, Reifegrad und Presse ab.

Mit einer Obstpresse kannst du deinen eigenen Apfelsaft gewinnen. Alternativ kannst du die Äpfel zu einer Mosterei bringen und den Saft dort pasteurisieren lassen.

Zerkleinerte Äpfel werden in einer traditionellen Obstpresse zu Apfelsaft gepresst

Auch gekaufter Apfelsaft ist geeignet

Wähle möglichst pasteurisierten Apfelsaft mit 100 % Fruchtgehalt und einem Geschmack, der dir gefällt. Prüfe die Zutatenliste: Vermeide Saft mit zugesetztem Kaliumsorbat oder Natriumbenzoat, da diese Konservierungsstoffe die Hefe hemmen können.

Den Apfelgeschmack nicht verdünnen: Das Grundrezept verwendet 20 Liter Apfelsaft ohne zusätzliches Wasser. Für eine übliche Ciderstärke musst du normalerweise auch keinen Zucker hinzufügen.

Apfelcider-Rezept – 20 Liter Apfelsaft

Dies ist ein Grundrezept für trockenen Apfelcider. Bei der Abfüllung entscheidest du, ob der Cider still bleiben oder durch Flaschengärung Kohlensäure erhalten soll.

Zutaten

  • 20 Liter pasteurisierter Apfelsaft ohne gärungshemmende Konservierungsstoffe.
  • 1 Beutel Mangrove Jack’s Ciderhefe, Sorte M02. Ein Beutel M02 reicht für bis zu 23 Liter Saft.
  • Kein zusätzlicher Zucker für die Hauptgärung. Der Alkohol entsteht im Grundrezept aus dem natürlichen Zucker des Saftes.
  • Für Cider mit Kohlensäure: 5 Gramm gewöhnlicher weißer Haushaltszucker pro Liter vollständig vergorenem Cider, der tatsächlich abgefüllt wird.
  • Für stillen Cider: kein Zucker zur Karbonisierung.

M02 enthält auch zugesetzte Spurennährstoffe. Im Grundrezept wird deshalb keine separate Dosis Hefenährstoff verwendet. Bei besonders nährstoffarmem Saft kann eine Ergänzung erforderlich sein. Wähle dann einen für Cider geeigneten Hefenährstoff und beachte die Dosierungsanleitung des Produkts.

Ausrüstung

  • Ein lebensmittelechter Gärbehälter mit etwa 30 Litern Fassungsvermögen, dicht schließendem Deckel und Gärspund.
  • Ein zweiter gereinigter und desinfizierter Behälter zum Abziehen und gegebenenfalls zum Einmischen des Karbonisierungszuckers.
  • Hydrometer für Bier, Wein und Cider sowie Messzylinder.
  • Thermometer und gereinigter Rührlöffel.
  • Heber und Abfüllzubehör.
  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel für Brauausrüstung.
  • Für Cider mit Kohlensäure: Flaschen für die Flaschengärung, passende Kronkorken oder andere druckfeste Verschlüsse sowie gegebenenfalls ein Kronkorkenverschließer.
  • Digitalwaage zur genauen Dosierung des Karbonisierungszuckers.
Du brauchst noch Ausrüstung? Unser Starterset für Cider enthält unter anderem zwei 30-Liter-Gärbehälter, Hydrometer, Thermometer, Heber und ein Gärpaket. Verwendest du das mitgelieferte Gärpaket, folgst du dessen Dosierungsanleitung anstelle der M02-Anleitung – verwende nicht beide Hefevarianten gleichzeitig.

Apfelcider selber machen – Schritt für Schritt

Schritt 1: Reinigen und desinfizieren

Reinige Gärbehälter, Deckel, Gärspund, Rührlöffel und Messgeräte, bis alle sichtbaren Rückstände entfernt sind. Desinfiziere anschließend die Teile, die mit dem Saft in Kontakt kommen. Beachte die Produktanleitung zu Dosierung, Einwirkzeit und einem eventuell erforderlichen Nachspülen.

Schritt 2: Den Apfelsaft vorbereiten

Fertiger, pasteurisierter Apfelsaft muss nicht erneut erhitzt werden. Lass ihn vor der Hefezugabe eine Temperatur von etwa 18–20 °C erreichen.

Frisch gepressten, unpasteurisierten Saft kannst du vor der Gärung erhitzen. Erwärme ihn unter Rühren so, dass die gesamte Flüssigkeit mindestens 72 °C erreicht, und halte diese Temperatur mindestens 15 Sekunden lang. Kontrolliere die Temperatur mit einem Thermometer. Kühle den Saft anschließend zügig unter einem Deckel auf etwa 18–20 °C ab. Arbeite in kleineren Portionen, wenn du keinen ausreichend großen Topf hast.

Fülle 20 Liter abgekühlten Saft in den Gärbehälter. Lass oberhalb der Flüssigkeit ausreichend Platz für den Schaum, der während der Gärung entstehen kann.

Schritt 3: Die Anfangsdichte messen

Nimm vor der Hefezugabe eine Probe und miss die Dichte mit dem Hydrometer. Notiere den Wert als OG, also die relative Dichte vor der Gärung. Beachte die Temperaturvorgabe des Hydrometers und gieße die Probe nicht zurück in den Gärbehälter.

Die Anfangsdichte unterscheidet sich je nach Saft. Ein Beispiel ist SG 1.045, was ungefähr 45 °Oe entspricht. Du musst den Saft nicht auf einen bestimmten Anfangswert einstellen, um das Grundrezept zu verwenden.

Schritt 4: Die Ciderhefe zugeben

Rühre den Saft vor der Hefezugabe mit einem desinfizierten Rührlöffel um. Streue anschließend den gesamten Inhalt des M02-Beutels gemäß Herstelleranleitung auf die Oberfläche. Schließe den Deckel und setze den nach seiner Anleitung mit Flüssigkeit befüllten Gärspund ein.

Stelle den Gärbehälter an einen Ort mit möglichst gleichmäßiger Temperatur. Für dieses Rezept sind etwa 18–20 °C ein praktischer Ausgangspunkt. Kontrolliere nach Möglichkeit die Temperatur im Saft selbst, denn die Gärung kann die Flüssigkeit über die Raumtemperatur erwärmen.

Schritt 5: Den Cider vollständig ausgären lassen

Plane für die Hauptgärung ungefähr 1–3 Wochen ein. Entscheidend sind jedoch die Messwerte. Temperatur, Zustand der Hefe und Zusammensetzung des Saftes beeinflussen die Dauer.

Öffne den Behälter nicht unnötig. Wenn die lebhafte Gärung nachlässt, nimmst du eine neue Hydrometerprobe. Trockener Cider erreicht häufig etwa SG 0.995–1.000. Dieser Bereich ist jedoch nur ein Richtwert und keine Garantie dafür, dass die Gärung abgeschlossen ist.

Vor dem Abfüllen kontrollieren: Die Dichte muss bei wiederholten Messungen über mindestens drei Tage unverändert bleiben und auf einem für vollständig vergorenen Cider plausiblen Niveau liegen. Ein stabiler, aber unerwartet hoher Wert kann auf eine stockende Gärung hinweisen. Fülle dann nicht mit Karbonisierungszucker ab, bevor die Ursache geklärt ist.

Schritt 6: Das Sediment absetzen lassen und abziehen

Nach abgeschlossener Gärung kann der Cider noch einige Tage stehen bleiben, damit sich mehr Hefe und Fruchtpartikel am Boden absetzen. Ziehe den Cider anschließend vorsichtig mit einem Heber in einen gereinigten und desinfizierten Behälter um.

Lass den Bodensatz zurück und vermeide Spritzen. Nach der Gärung sollte der Kontakt mit Sauerstoff begrenzt werden. Miss, wie viele Liter du tatsächlich umgefüllt hast – anhand dieses Volumens wird der Karbonisierungszucker berechnet.

So bekommt dein Apfelcider Kohlensäure

Bei der Flaschengärung gibst du eine kleine, genau abgemessene Zuckermenge zum vollständig vergorenen Cider. Die verbliebene Hefe wandelt den Zucker unter anderem in Kohlendioxid um, das in der verschlossenen Flasche bleibt.

Dosierung: 5 Gramm Haushaltszucker pro Liter

  • 5 Liter Cider: 25 Gramm Zucker.
  • 10 Liter Cider: 50 Gramm Zucker.
  • 18 Liter Cider: 90 Gramm Zucker.
  • 20 Liter Cider: 100 Gramm Zucker.

Die Dosierung ist für eine moderate Karbonisierung bei Cider gewählt, der bei etwa 18–20 °C vergoren und bei ungefähr derselben Temperatur abgefüllt wird. Wurde der Cider bei anderen Temperaturen vergoren oder behandelt, sollte die Zuckermenge unter Berücksichtigung des verbliebenen Kohlendioxids berechnet werden. Flaschen und Verschlüsse müssen dem Druck des geplanten Kohlensäuregehalts immer standhalten können.

So füllst du den Cider ab

  1. Kontrolliere, dass der Cider vollständig ausgegoren ist.
  2. Reinige und desinfiziere Flaschen, Verschlüsse und Abfüllzubehör.
  3. Wiege den Zucker anhand der tatsächlichen Cidermenge ab.
  4. Löse den Zucker durch kurzes Aufkochen in etwa 100 ml Wasser auf. Lass die Lösung zugedeckt abkühlen.
  5. Mische die Zuckerlösung vorsichtig, aber gleichmäßig im Abfüllbehälter unter den Cider. Vermeide es, Luft einzurühren.
  6. Fülle die Flaschen mit einem geeigneten Kopfraum unter dem Verschluss und verschließe sie sofort.
  7. Lass die Flaschen ungefähr 2–3 Wochen bei etwa 18–20 °C stehen. Die Dauer kann variieren.
  8. Kühle eine Probeflasche gründlich und prüfe die Kohlensäure. Sobald sie passt, werden die Flaschen kühl und dunkel gelagert.
Die richtigen Flaschen wählen: Verwende ausschließlich Flaschen und Verschlüsse, die für kohlensäurehaltige Getränke und Flaschengärung geeignet sind. Gewöhnliche Weinflaschen und Dekorationsflaschen dürfen nicht verwendet werden. Die Dosierung oben gilt für weißen Haushaltszucker – ersetze ihn nicht durch dasselbe Gewicht an Karbonisierungsdrops, ohne deren eigene Anleitung zu beachten.

Bei uns findest du Flaschen für das Heimbrauen und Kronkorken und Flaschenverschlüsse. Lies die Produktinformationen und wähle eine Kombination, die für die Flaschengärung geeignet ist.

Du möchtest stillen Apfelcider?

Lass den Karbonisierungszucker weg und fülle den vollständig ausgegorenen Cider in gereinigte und desinfizierte Flaschen mit geeigneten Verschlüssen. Begrenze den Sauerstoffkontakt und lagere den Cider kühl.

Wie macht man Apfelcider süßer?

Mehr Zucker zu Beginn führt in erster Linie zu mehr Alkohol, da Ciderhefe den Zucker normalerweise vergärt. Zusätzlicher Zucker im Ansatz ist deshalb keine zuverlässige Methode, um einen süßeren Cider zu erhalten.

Die einfachste Möglichkeit, die kontrollierte Flaschengärung des Grundrezepts beizubehalten, ist ein trockener Cider, den du erst beim Servieren im Glas süßt. Probiere beispielsweise eine kleine Menge Apfelsaft und passe die Süße nach Geschmack an.

Möchtest du die gesamte Menge süßen und gleichzeitig eine Flaschengärung durchführen, brauchst du ein Süßungsmittel, das von der verwendeten Hefe nicht vergoren werden kann. Prüfe die Zusammensetzung und Eignung des Produkts und mache zuerst einen Geschmackstest mit einer kleinen, abgemessenen Cidermenge. Der Karbonisierungszucker wird weiterhin separat dosiert.

Wichtig: Gib keinen zusätzlichen Saft, Honig oder gewöhnlichen Zucker für Restsüße in flaschenvergorenen Cider. Diese Zutaten können weitergären und gefährlichen Überdruck erzeugen. Verwende auch keinen Gärstopp in Cider, der durch Flaschengärung Kohlensäure entwickeln soll. Kühlschranklagerung ist keine zuverlässige Methode, um die Gärung dauerhaft zu stoppen.

Alkoholgehalt, Reifung und Servieren

So schätzt du den Alkoholgehalt ab

Mit der Anfangsdichte OG und der Enddichte FG lässt sich der Alkoholgehalt ungefähr berechnen. Wenn dein Hydrometer SG-Werte anzeigt, verwendest du folgende vereinfachte Formel:

Alkoholgehalt in Volumenprozent ≈ (OG − FG) × 131

Beispiel: OG 1.045 und FG 0.998 ergeben ungefähr 6,2 % Alkohol vor der Flaschengärung. Der Karbonisierungszucker erhöht den Alkoholgehalt anschließend noch etwas. Auf der Oechsle-Skala entsprechen die Beispielwerte 45 beziehungsweise −2 °Oe.

Ein gewöhnliches Alkoholmeter für Spirituosen eignet sich nicht zur direkten Messung des Alkoholgehalts in Cider. Verwende die Hydrometermessungen vor und nach der Gärung.

Wie lange sollte Apfelcider reifen?

Du kannst mit dem Probieren beginnen, sobald der Cider vollständig vergoren und eine mögliche Flaschengärung abgeschlossen ist. Junger Cider kann jedoch noch kantig schmecken. Lass die Flaschen gerne weitere 4–8 Wochen kühl und dunkel reifen und vergleiche die Geschmacksentwicklung.

Serviere den Cider gut gekühlt und schenke vorsichtig ein, falls sich Hefesediment in der Flasche befindet. Die genaue Haltbarkeit hängt unter anderem von Hygiene, Sauerstoffkontakt, Alkoholgehalt und Lagerbedingungen ab.

Häufige Fehler beim Herstellen von Apfelcider

Man verlässt sich nur auf den Gärspund

Ein Behälter kann am Deckel etwas Gas verlieren. Fehlende Blasen bedeuten deshalb nicht zwangsläufig, dass die Gärung aufgehört hat. Miss mit dem Hydrometer und beobachte, wie sich der Wert verändert.

Man gibt viel Zucker hinzu, ohne zu messen

Apfelsaft enthält bereits vergärbaren Zucker. Zusätzlicher Zucker kann einen stärkeren Cider ergeben und die Balance verändern. Beginne am besten ohne zusätzlichen Zucker in der Hauptgärung.

Man füllt ab, bevor die Gärung abgeschlossen ist

Verbliebener vergärbarer Zucker kann erheblich mehr Kohlensäure erzeugen als geplant. Prüfe vor der Abfüllung sowohl die stabile Dichte als auch einen plausiblen Endwert.

Man verwendet trotz kleinerem Volumen dieselbe Zuckermenge

Nach dem Abziehen hast du häufig weniger Cider als die ursprünglich eingesetzte Saftmenge. Berechne den Karbonisierungszucker immer anhand des tatsächlichen Abfüllvolumens.

Man lässt es beim Umfüllen spritzen

Sauerstoffkontakt nach der Gärung kann Aroma und Haltbarkeit beeinträchtigen. Verwende einen Heber, halte das Schlauchende nahe am Boden des Auffangbehälters und arbeite ruhig.

Du möchtest mit einer kleineren Menge Apfelcider beginnen?

Wenn du die Ciderherstellung zunächst im kleinen Maßstab ausprobieren möchtest, gibt es das Brew Studio Starter-Kit für Cider 5L. Es enthält unter anderem einen Glasballon, Gärröhrchen, Heber, Hydrometer und ein Hefepaket mit Ciderhefe, Hefenährstoff und Pektinase.

Beachte das mitgelieferte Rezept zu Mengen, Dosierung und Füllhöhe. Ein Gärbehälter braucht während der aktiven Gärung Platz für Schaum und darf nicht bis ganz oben in den Hals gefüllt werden.

Hast du bereits die Ausrüstung, kannst du dir auch das Brew Studio Gärpaket für Cider ansehen. Beachte dessen Dosierungsanleitung, wenn du es als Hefealternative verwendest.

Du hast keinen eigenen Apfelsaft? Mit einem Ciderset kannst du ohne das Pressen von Äpfeln beginnen. Folge dann dem Rezept des ausgewählten Sets, denn die Mengen an Wasser, Zucker und möglichen Zusätzen unterscheiden sich vom Rezept mit reinem Apfelsaft.

FAQ – häufige Fragen zu Apfelcider

Kann man Apfelcider ohne zusätzlichen Zucker herstellen?

Ja. Der natürliche Zucker im Apfelsaft reicht normalerweise für einen Cider mit etwa 5–7 % Alkohol. Soll durch Flaschengärung Kohlensäure entstehen, kommt eine kleine, genau abgemessene Menge Karbonisierungszucker hinzu.

Kann ich gewöhnlichen Apfelsaft verwenden?

Ja. Wähle möglichst pasteurisierten Apfelsaft mit 100 % Fruchtgehalt und ohne gärungshemmende Konservierungsstoffe. Der Geschmack des Saftes beeinflusst den fertigen Cider.

Wie lange dauert es, Apfelcider selbst herzustellen?

Die Hauptgärung dauert häufig etwa 1–3 Wochen. Eine Flaschengärung kann weitere 2–3 Wochen beanspruchen. Anschließend kann der Cider von mehreren Wochen kühler Reifung profitieren. Messwerte und Geschmack entscheiden, wann er bereit ist.

Warum wird mein Apfelcider trocken?

Ciderhefe wandelt normalerweise nahezu den gesamten vergärbaren Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Wenn der Zucker verschwindet, wird der Cider trocken und die Apfelsäure tritt deutlicher hervor.

Muss Apfelcider vor dem Abfüllen vollständig klar sein?

Nein. Klarheit und vollständige Vergärung sind unterschiedliche Dinge. Ein trüber Cider kann ausgegoren sein, während ein klarer Cider noch vergärbaren Zucker enthalten kann. Kontrolliere die Gärung mit einem Hydrometer.

Kann ich normale Weinflaschen für Cider mit Kohlensäure verwenden?

Nein. Verwende Flaschen und Verschlüsse, die ausdrücklich für kohlensäurehaltige Getränke und Flaschengärung geeignet sind. Gewöhnliche Weinflaschen sind für diesen Druck nicht ausgelegt.

Kann ich mit diesem Rezept alkoholfreien Cider herstellen?

Nein. Das Rezept beruht auf alkoholischer Gärung. Ein frühzeitiger Abbruch der Gärung ergibt kein kontrolliert alkoholfreies oder lagerstabiles Getränk.

Starte mit deinem eigenen Apfelcider

Beginne mit einem guten Apfelsaft, wähle Ciderhefe und verfolge die Gärung mit einem Hydrometer. Gründliche Reinigung, gleichmäßige Temperatur und etwas Geduld schaffen eine gute Grundlage für deinen selbst gemachten Apfelcider.

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Mehrere Möglichkeiten für den Einstieg. Wähle ein Starterset oder ergänze deine vorhandene Ausrüstung.
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