BIAB-Brauen
BIAB-Brauen, oder "Brew-In-A-Bag", ist eine vereinfachte Form des Vollmaischens, die in Australien entstanden ist. Die Idee der Methode ist der Übergang vom Extraktbrauen oder Teilmaischen zum Vollmaischen mit einem minimalen Maß an zusätzlicher Ausrüstung. Neben der Ausrüstung, die beim Extraktbrauen verwendet wird, benötigt man eigentlich nur einen Beutel für das Malz, wodurch das Mäschgefäß und das Läuterbottich entfallen. Ein Nachteil von BIAB ist, dass die Ausbeute geringer ist. Dies kann jedoch einfach durch eine geringfügige Erhöhung der Malzmenge ausgeglichen werden.
Vorgehensweise:
- Ein BIAB-Beutel wird über die Ränder des Topfes gezogen. Sobald das Wasser im Topf die gewünschte Starttemperatur erreicht hat, gibt man das Malz hinzu und mäscht entsprechend dem Rezept. Um die Temperatur möglichst gut zu halten, kann man seinen Topf mit Handtüchern, einer Decke, einer Isomatte oder Ähnlichem umwickeln.
- Nach dem Mäschen wird der Beutel mit dem Malz einfach herausgehoben, die Würze aufgekocht, die Hopfengaben hinzugefügt, die Würze gekühlt und wie üblich in das Gärgefäß überführt. In dieser Methode verwendet man die gesamte Wassermenge in einem Schritt und läutert also nicht.
Vorteile:
- Preis: Wenn Sie bereits Extraktbier brauen, benötigen Sie eigentlich nur einen Beutel und möglicherweise einen Falschboden.
- Einfachheit: Dies ist eine sehr einfache Methode, um Vollmaisch zu brauen. Man überspringt einfach das Mäschgefäß und das Läutern vollständig.
Nachteile:
- Batchgröße: Alle Malze müssen in einem Beutel Platz finden, und der Beutel muss in den Topf gehoben werden. Dies begrenzt, wie große Chargen man brauen kann.
- Ausbeute: Da dies eine Vollvolumenmethode ist (kein Läutern), verliert man einige Prozente an Ausbeute. Dies kann natürlich durch eine Erhöhung der Malzmenge kompensiert werden. Erfahrene BIAB-Brauer haben auch berichtet, dass sie bis zu 80% Ausbeute erreichen können.
- Großes Wasservolumen im Verhältnis zur Malzmenge: Das Maischen mit dem gesamten Wasservolumen, wie es beim BIAB-Brauen der Fall ist, ist bei hohen (69-70C) und niedrigen (64-65,5C) Maischtemperaturen nachteilig. Generell funktioniert BIAB am besten bei mittleren Temperaturen (65,5-69C).